Ein WordPress Theme besteht aus einer Menge von Dateien, die das Design eines mit WordPress erstellten Internetauftrittes festlegen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um PHP und CSS-Dateien. Diese sind auf dem Webserver im Verzeichnis ../wp-content/themes/ zu finden. Hier gibt es für jedes installierte Theme einen Unterordner. Mit Widgets und Plugins lässt sich das Design komfortabel anpassen und ergänzen, auch ohne die Theme-Dateien zu verändern.

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Früher oder später gelangt man aber an den Punkt, wo der Code doch abgeändert werden muss, sei es aus Effizienzgründen oder weil es kein entsprechendes Plugin gibt. Änderungen in einem Theme vorzunehmen, das man nicht selber geschrieben hat, führt zu einem größeren Problem: Irgendwann gibt es eine neue Version des Themes. Eine Aktualisierung führt dann dazu, dass die alten Theme-Dateien überschrieben werden und damit sind auch die Änderungen verloren. Um dieses Problem zu vermeiden, hat WordPress das sogenannte Child-Theme eingeführt.

Was ist ein Child-Theme

Ein Child Theme bietet die Möglichkeit, Anpassungen am Design vorzunehmen, ohne die Dateien des ursprünglichen Themes (Eltern-Theme) zu verändern. Die Änderungen werden in neuen Dateien gemacht, wobei die Funktionalität des Eltern-Themes vererbt wird. Wird das Eltern-Theme auf eine neuere Version aktualisiert, so bleiben die Änderungen im Child-Theme erhalten.

Wie erstellt man ein Child-Theme

Das Erstellen eines Child-Themes ist eigentlich eine einfache Sache. Im Ordner ../wp-content/themes/ erzeugt man einen neuen Unterodner mit dem Namen des Child-Themes. Im folgenden Bild ist ein Auszug aus der Verzeichnisstruktur meines Blogs zu sehen. Ich habe mehrere Themes installiert, darunter Suffusion, welches ich auch verwende. Abgeleitet von Suffusion habe ich das Child-Theme SuffusionChild.

Vanvox Theme-Ordner mit SuffusionChild

Vanvox Theme-Ordner mit SuffusionChild

In dem Ordner des Child-Themes erstellt man eine Datei style.css. Diese ist notwendig, aber es ist auch die einzige Datei die unbedingt sein muss. Wichtig ist der Inhalt dieser style.css, den ich am Beispiel von SuffusionChild erläutern möchte:

Das Child-Theme muss einen Kommentarkopf enthalten, wie oben dargestellt. Genau zwei Angaben müssen hier gemacht werden, und zwar das, was ich rot markiert habe: nämlich der Name des Child-Themes (SuffusionChild) und unter „Template“ der Ordner des Eltern-Themes (Suffusion). Die anderen Angaben wie Beschreibung, Versionsnummer, Autor und der Link zur Webseite des Autors sind optional. Ab hier steht dann das neue Theme im Adminbereich unter Design=>Themes zur Aktivierung zur Verfügung.

Suffusion Child Theme

Suffusion Child im Einsatz

Nun kann das neue Theme noch nichts anderes als das Eltern-Theme. Für Änderungen kopiert man die zu ändernden Dateien des Eltern-Themes in das Child-Theme Verzeichnis unter Einbehaltung der Verzeichnisstruktur und schon kann sich jeder nach Lust und Laune im Code seines Child-Themes austoben.

Ich habe z.B. den Google-Analytics-Code im Child Theme oder die Zeile „Dies ist ein Beitrag aus unserer Reihe „Frauenwebsites stellen sich vor.“ für die Frauenwebsites-Artikel und auch die +1- und Tweet-Buttons über jeden Artikel. Den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Weiterführende Informationen gibt es direkt von WordPress.org.

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