Ein Permalink ist, wie der Name schon sagt, ein permanenter Link. Jeder publizierte Text ist hierbei immer über dieselbe URL erreichbar. Der Link für diesen Artikel ist http://vanvox.de/wordpress-tutorial-die-permalinks/2026/ und darüber wird er immer erreichbar sein. Also ein Permalink. Würde ich z.B. den letzten Artikel immer erst unter http://vanvox.de/letzter-Artikel/ zur Verfügung stellen, so handelte es sich in diesem Fall nicht um einen Permalink, sondern um eine einfache URL. Mehr dazu auf Wikipedia.

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Die Permalinks in WordPress

Standardmäßig liefert WordPress folgende Art von Permalinks http://www.meinedomain.de/?p=123. Diese kryptische URL ist weder für den Menschen noch für die Suchmaschine lesbar. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, sogenannte „sprechende“ URLs zu verwenden. In WordPress lassen sich diese einfach generieren. Hierfür ist das Format im Dashboard unter „Einstellungen=>Permalinks“ einzustellen. Zusätzlich zum eben erwähnten Standardformat gibt es hier die Möglichkeit Permalinks zu erzeugen, die die Artikelüberschrift und das Datum beinhalten. Auch eine benutzerdefinierte Formatierung mit Hilfe von Tags ist möglich.

Permalinks in WordPress

Einstellung der Permalinks in WordPress

Der optimale Permalink

Nun stellt sich die Frage, welche Permalinkstruktur sinnvoller ist. Für den Leser ist eine lesbare URL auf jeden Fall besser. Für die Ladezeiten sind URLs, die eine Zahl beinhalten, worüber der Artikel in der Datenbank schnell gefunden werden kann, eindeutig vorteilhaft. Für die Platzierung in den SERPs sind Permalinks besser, die Keywörter enthalten. Je weiter vorne, umso besser.

Vor ein paar Tagen bin ich einem Artikel von Sergej Müller begegnet (Update: Artikel nicht mehr verfügbar), der sich genau mit diesem Thema befasst. Hier wird empfohlen, die Permalinkstruktur auf „benutzerdefiniert“ zu setzen und diese aus der Artikelüberschrift, in der sich ja in der Regel die Keywörter befinden, und der PostID zusammenzusetzen. Wir tragen also unter Bentzerdefinierte Struktur „/%postname%/%post_id%/“ ein. Für den Fall, dass die Überschrift SEO-technisch ungünstig gewählt wurde, lässt sich die Permalinkstruktur beim Bearbeiten des Artikels auch von Hand setzen.

Permalinks nachträglich ändern mit Permalinks Migration

Ideal ist es, wenn die Permalinks schon beim Start eines Blogs richtig gewählt werden. Was aber , wenn man diese im Nachhinein ändern muss, aus welchem Grund auch immer? Genau diesen Fall habe ich jetzt gehabt, denn ich hatte mich zu Beginn für die Einstellung „Tag und Name“ entschieden, wo das Datum zuerst erscheint und anschließend die Artikelüberschrift. Und neulich wurde mir von einem SEO gesagt, meine Permalinkstruktur sei verbesserungswürdig. Also habe ich auf die von Sergej Müller vorgeschlagene Struktur umgestellt.

Dafür habe ich das Plugin Dean’s Permalinks Migration verwendet. Hier gibt man die alte Permalinkstruktur ein, wobei das Plugin diese Einstellung in der Regel von selbst erkennt. Anschließend stellt man im Dashboard unter Einstellungen=>Permalinks die neue Struktur ein und schon sind wir fertig. Alle Artikel, neue und alte, haben jetzt die neuen Permalinks. Für die schon vorhandenen Beiträge werden 301-Umleitungen eingerichtet, so dass diese auch über die alte URL noch erreichbar sind.

Nun muss Google allerdings diese Veränderung mitbekommen, was einige Zeit dauern kann. Beschleunigen kann man das Ganze, indem die Sitemap neu generiert wird und über die Webmaster Tools an Google übergeben wird.

German Permalauts

Bei WordPress werden in den Permalinks die Umlaute nicht richtig umgesetzt. Aus ä, ö, ü wird a, e , u. Ebenfalls Probleme gibt es mit dem „scharfen s“ (ß). Beheben lässt sich dies durch ein entsprechendes Plugin, wie z.B. WP Permalauts.

Nachdem ich jetzt den Schritt gewagt habe, meine Permalinks nachträglich zu ändern, bin ich gespannt, ob sich hierdurch bei Google positive Veränderungen ergeben werden.

Nachtrag vom 14.12.2011: Inzwischen ist WordPress 3.3 da und hier gibt es die Möglichkeit, bei den Permalinks die Einstellung „Artikelname“ zu wählen. Der Link für diesen Artikel wäre dann http://vanvox.de/wordpress-tutorial-die-permalinks . In früheren Versionen wurde diese Form aus Effizienzgründen nicht empfohlen. Jetzt gibt es  aber laut WordPress hiermit keine Geschwindigkeitseinbußen mehr. Hier noch das Statement dazu von Sergej Müller auf Google+.

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