Eine gute Möglichkeit im Internet Geld zu verdienen sind so genannte Mitglieder-Seiten auch Membership-Seiten genannt.Im Grunde sind das ganz normale Webseiten oder Blogs mit dem Unterschied, dass ein Teil des Angebotes passwortgeschützt sind und nur Mitglieder an diese Informationen herankommen. Klassische Fälle sind beispielsweise der Verkauf von E-Books, Videokursen, Plugins oder Software aber auch Abo-Systeme bei denen der zahlende Kunde Zugriff auf besonders wertvolle Blogbeiträge bekommt. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Realisieren kann man solch einen Mitgliederbereich mit dem WordPress Plugin Digimember. Ich habe es selbst schon für eine Kundin eingesetzt und möchte hier kurz über meine Erfahrungen damit berichten.

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Die Anforderungen an ein Mitglieder-Plugin

Meine Kundin hat gerade ein E-Book fertiggestellt, das sie in ihrem Blog verkaufen möchte und hierfür waren wir auf der Suche nach einer guten Lösung. Flexibel genug sollte sie sein, dass später ein echter Mitgliederbereich eingerichtet werden kann, um regelmäßig bezahlte Posts anbieten zu können. Natürlich sollte das Ganze möglichst einfach zu realisieren sein und vor allem dann leicht zu bedienen, so dass sie später ohne Hilfe vom Profi die „Produkte“ also die Abonnements einrichten kann. Die Bezahlung sollte automatisiert von statten gehen und am besten mit einem deutschen Bezahlanbieter (in dem Fall digibank24). Der Kunde kauft also auf der Webseite das Produkt, wird dann zum Bezahlanbieter weitergeleitet, wo er seine Zahlung tätigt und bekommt dann alle anderen nötigen Informationen per Mail wie er sein Produkt dann von der Webseite herunterladen kann. Und auch das automatisierte Eintragen der Abonnenten in einen Mailverteiler sollte nach Möglichkeit funktionieren. Also alles vollautomatisiert und mit wenig Aufwand verbunden, so dass sich die Kundin auf das Schreiben konzentrieren kann. Und natürlich sollte das nicht gleich zigtausend Euro kosten.

Wir haben uns verschiedene Lösungen angeschaut, es gibt da ja mehrere kostenlose oder kostenpflichtige Plugins wie zum Beispiel s2Memer. Gelandet sind wir am Ende bei dem Plugin Digimember, denn laut Beschreibung ist es für den deutschen Markt konzipiert und erfüllt auch sonst alle unsere Anforderungen von oben. Die anderen Plugins konnten da eindeutig nicht mithalten, da gab es teilweise schon Schwierigkeiten die Seiten auf Deutsch bereitstellen zu können. Hierzulande kann ja nicht jeder englisch.

Und hält Digimeber auch was es verspricht?

Ein bisschen skeptisch war ich schon erst einmal, denn von Digimember gibt es weder eine Testversion, noch eine Anleitung frei verfügbar, so dass man erst kaufen muss (was immerhin etwa 100€ sind für die kleinste Lizenz), bevor man sich von den Qualitäten von Digimember überzeugen kann. Und ob wir da nicht die Katze im Sack kaufen? Denn das Plugin wurde von den Anbietern und Rezensenten für meinen Geschmack etwas arg hochgelobt. Das Versprechen der Anbieter, das Ganze wäre in einer Kaffeepause in 12 Minuten erledigt, konnte ich schon mal nicht ernst nehmen 😉 Aber man hat ein 30 Tage Rückgaberecht und insofern dachten wir uns, können wir das Risiko eingehen. Ich möchte heute gar nicht beschreiben, wie Digimember einzurichten ist, das mache ich bei Gelegenheit noch und die Anleitungen im Mitgliederbereich sind ganz gut. Ich möchte heute nur eine Hilfestellung geben beim Kauf von Digimember, damit ihr abschätzen könnt, was auf euch zukommt und ob ihr in der Lage sein werdet, das Plugin selbst einzurichten oder es lieber einrichten lasst.

„Installation in 12 Minuten in der Kaffeepause“, das ist eindeutig zu wenig Zeit angesetzt. Das ist aber auch so ziemlich das einzige Versprechen, was nicht eingehalten werden kann. Da haben die Anbieter ein bisschen arg untertrieben. Ich schraube das Ganze auf mindestens einen Tag hoch, vielleicht ein bisschen weniger, wenn man das Plugin schon kennt und das mehrmals gemacht hat. Mit der Installation und ein paar kleine Einstellungen ist es nicht getan, denn es hängt nämlich schon einiges da dran:

  • die Bezahlanbieter müssen ja vorhanden sein oder eingerichtet werden
  • der Autoresponder ebenfalls
  • eventuelle Anpassungen am Blog für den Mitgliederbereich (Login-, Logout-Möglichkeit usw.)
  • die Mailtexte müssen angepasst werden
  • verschiedene Seiten müssen erstellt werden (z.B. Dankeseite, Verkaufsseite)
  • Anpassung der robots.txt für die passwortgeschützen Seiten und und und …

Die ganze Infrastruktur für den Verkauf muss ja erst einmal bereit gestellt werden, die hat man oder der Kunde ja nicht unbedingt schon.

Wer vom Typ Blogbastler ist, wird mit der Einrichtung keine Probleme haben, wer aber eher der Schreib-Typ ist und nicht weiß wie man ein ftp-Programm bedient und was die robots.txt ist und was da reingehört, der holt sich lieber Hilfe, da kann man auch einiges falsch machen und verplempert unnötig Zeit. Es fängt ja schon damit an, dass man laut Anleitung die robots.txt ändern soll. Wer sich nicht auskennt, der wird diese nie finden, denn die ist bei WordPress virtuell und eine ganz neue zu erstellen ohne Berücksichtigung der virtuellen wäre auch ganz falsch. Also nicht für jeden ganz easy-peasy.

Wo ich denke es keine Probleme geben wird, ist bei der anschließenden Nutzung des Plugins. Wer es schafft Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen dürfte dann auch mit dem Mitgliederbereich und der Freischaltung von Beiträgen oder Produkten klar kommen.

Bis auf die Tatsache, dass die Einrichtung nicht ganz so flott und einfach geht wie versprochen, sind wir von dem Plugin begeistert. Sowohl Kundin als auch ich. Die Qualität ist top, es funktioniert alles. Von mir 5 Sterne, wer eine Mitgliederbereich braucht, wird mit Digimember seine Freude haben.

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