Das Captcha hat gewiss jeder Internet-Nutzer schon einmal gesehen: die Grafik bestehend aus verzerrten Buchstaben und Ziffern, die in ein Feld eingetippt werden müssen, bevor eine bestimmte Aktion getätigt werden kann. Es wird oft in Blogs und Foren zum Absenden von Kommentaren benötigt, auch diverse Tools wie Backlinkchecker verlangen eine derartige Eingabe und sehr oft wird es für Kontaktformulare verwendet.

Das Captcha soll ein Schutz gegen Spam sein, das ist den meisten wohl klar. Aber wofür steht denn dieses Akronym Captcha? Hier die etwas komplizierte und nicht für jeden verständliche Antwort: Captcha steht für Completely Automated Public Turing Tests to tell Computers and Humans Apart. Wer jetzt nicht weiß, was ein Turing Test ist, der braucht sich auch keine weiteren Gedanken darüber machen, ein Captcha ist vereinfacht ausgedrückt ein Test, der Mensch von Maschine unterscheiden soll. Denn die Maschine kann ein Captcha nicht entziffern. Und somit soll automatisiertes Spammen verhindert werden.
Allerdings hat ein Captcha auch seine Nachteile. Die Verzerrung ist oft so stark, dass es schwierig ist, die im Captcha enthaltenen Zeichen zu entziffern. Da hat man die Möglichkeit, ein neues Bild zu generieren. Wenn das aber auch nicht lesbar ist, dann kann es sein, dass der Mensch an dieser Stelle aufgibt und auf den Kommentar oder das Tool genervt verzichtet. Das habe ich alles auch schon gehabt. Hier zwei Beispiele für ein Captcha:

Ein einfach zu lesendes Captcha

Ein einfach zu lesendes Captcha

Ein schwierig zu lesendes Captcha

Ein schwierig zu lesendes Captcha

Ich persönlich bin eher gegen Captchas bei Kommentaren. Es gibt hier bessere Möglichkeiten, Spam zu bekämpfen, wie z.B. das WordPress Plugin AntiSpam Bee von Sergej Müller, welches ich auch schon länger erfolgreich im Einsatz habe. Beim Einsatz von Captchas sollte auch daran gedacht werden, dass es genauso wie alle anderen Bilder im Netz nicht barrierefrei ist und hier eine Alternative angeboten werden sollte.

Allzu sicher sind Captchas nicht, denn sie können leicht umgangen werden. Z.B. werden in Billiglohn-Ländern Menschen dafür bezahlt Captchas zu lösen. Und eine andere gemeine Möglichkeit ist, ein Captcha, das geknackt werden soll, auf einer anderen Seite zu zeigen, und diese Arbeit wird dann von einem nichtsahnenden Benutzer erledigt.

Wer trotz der Nachteile ein Captcha in den WodPress-Blog einbauen möchte, der kann z.B. dieses Captcha-Plugin verwenden.