Dem einen oder anderen ist vermutlich aufgefallen, dass es beim Bearbeiten eines Artikels oder einer Seite unterhalb des Editors den Bereich „Benutzerdefinierte Felder“ gibt. Als Anfänger fragt man sich schon, was das denn sein soll und um ehrlich zu sein, nach zwei Jahren Bloggen habe ich erst vor ein paar Tagen das Bedürfnis gehabt, diese benutzerdefinierten Felder auch Custom Types genannt, zu verwenden. Meine Begeisterung habe ich schon in der Überschrift ausdrücken müssen: ja, man kann tolle Dinge damit machen. Ich möchte mich in diesem Artikel gar nicht so sehr in die technischen Details vertiefen, sondern nur mal kurz erläutern, wofür diese benutzerdefinierten Felder gut sind und ein Beispiel zeigen, wie ich diese selbst in einem anderen Blog nutze.

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Was sind benutzerdefinierte Felder?

Wie schon oben erwähnt, findet man unterhalb des Editors die Möglichkeit, benutzerdefinierte Felder anzulegen. Falls ihr diese nicht seht, dann müsst ihr oben in den Optionen die Anzeige aktivieren. Benutzerdefinierte Felder haben einen Namen und einen Wert. Den Namen wählt man aus der Liste aus oder generiert einen neuen. Rechts davon legt man den Wert für dieses benutzerdefinierte Feld an. Das kann zum Beispiel Text sein aber auch html-Code. Benutzerdefinierte Felder werden in der Datenbank der WordPress-Installation gespeichert und man kann einem benutzerdefinierten Feld auch mehrere Werte zuweisen. Das ist der erste Teil, der alleine uns nichts bringt.

benutzerdefinierte Felder

Ein paar benutzerdefinierte Felder und ihre Werte.

Erst richtig geil wird das Ganze dadurch, dass man diese benutzerdefinierten Felder per php aus der Datenbank wieder auslesen kann und diese dann im Code verwenden kann. Dafür braucht man natürlich ein paar Programmierkenntnisse oder man lässt es machen. Prinzipiell werden die benutzerdefinierten Felder wie folgt ausgelesen:

Hierbei ist der erste Parameter die ID des Beitrages, der zweite der Name des benutzerdefinierten Feldes und der dritte gibt an, ob ein Wert oder mehrere ausgelesen werden.

Was kann man mit benutzerdefinierten Feldern machen?

Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es geht eine ganze Menge damit: hier (Link nicht mehr verfügbar) wird SEO damit betrieben, hier wird die Anzeige von Werbeblöcken damit gesteuert und hier könnt ihr sehen, was ich damit gemacht habe. Wer den letzten Artikel zum Thema Seiten-Template gelesen hat, kennt das Beispiel schon aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Die Seite besteht aus drei Bereichen, wofür ich ein eigenes Seitentemplate programmiert habe. Wir wollen uns den oberen Bereich einmal anschauen, denn hier habe ich gleich mehrmals von den benutzerdefinierten Feldern Gebrauch gemacht.

Links zeige ich Gutscheine an, die ich aus einer xml-Datei, die ich von einem Affiliate-Netzwerk bekomme, importiere. Hierfür benötige ich den Namen der besagten xml-Datei und den Namen einer stylesheet-Datei, die die xml-Daten darstellt. Diese beiden Dateinamen habe ich als benutzerdefiniertes Feld angelegt. Rechts zeige ich einfach einen Werbebanner an, den ich ebenfalls als benutzerdefiniertes Feld angelegt habe und als Wert schreibe ich den Affiliate-Code für den Banner rein, also html-Code, der dann in der Template-Datei ausgelesen wird und an der entsprechenden Stelle ausgegeben wird. Die angelegten benutzerdefinierten Felder seht ihr im ersten Bild weiter oben und hier ist dann das Endergebnis:

hier wurden benutzerdefinierte Felder verwendet

Beispiel für die Verwendung benutzerdefinierter Felder

Ihr seht an diesen Beispielen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind.  Wer noch detailliertere Informationen zur Umsetzung benötigt, findet diese zum Beispiel hier oder auch auf elmastudio.

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