Wer eine Affiliate-Webseite betreibt und versucht damit Einnahmen zu generieren, der weiß, wie aufwändig es sein kann, ständig die Werbebanner, Produktdaten, Gutscheine und Co. zu aktualisieren. Vor allem wenn man eine Gutschein-Seite oder eine Art Meta-Shop betreibt, wo aktuelle Angebote angezeigt werden sollen oder auch einfach Produkte, die in einem Shop erhältlich sind. Hier hat man schnell eine riesige Menge an Produktdaten, die zu pflegen sind und die von Hand kaum zu bewältigen sind. Früher oder später kommt man als Affiliate an den Punkt, wo man gerne  die Anzeige von Produkt- bzw. Gutscheindaten automatisieren möchte. Ich selbst hatte dieses Bedürfnis unter anderem für den Gutscheinbereich meines Produkttester- und Gewinnspiel-Blogs. Hier also eine Lösung, die einigermaßen automatisiert funktioniert und mir unheimlich viel Arbeit erspart.

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Die meisten Affiliate-Netzwerke bieten Produkt- und Gutscheindaten als xml-Datei, so auch Zanox welches ich hier als Beispiel nehme. Bei Zanox bekommt man die xml-Daten im Dashboard unter „Links und Tools/Produkte und Gutscheine“. Hier hat man für Produkte und Gutscheine die Möglichkeit, diese zu filtern und dann die xml-Datei herunter zu laden. Mit dem Filtern der Produktdaten habe ich bei Zanox noch so meine Schwierigkeiten, weswegen ich dieses noch nicht wirklich einsetzen konnte, die Gutscheine funktionieren aber ganz gut und ich habe sie beispielsweise hier ausgegeben. Das Prinzip ist aber am Ende das Gleiche.

Was ist xml und wie sieht so eine Produkt- bzw. Gutscheindatei aus?

XML steht für Extendable Markup Language und ist eine Auszeichnungssprache mit der man hierarchisch strukturierte Daten in Form einer Textdatei speichern kann. XML ist ein Oberbegriff, es gibt viele XML Sprachen. Ihr kennt alle HTML oder RSS. Beides sind XML-Sprachen. Eine schöne Definition von XML findet man auf Wikipedia. Vereinfacht ausgedrückt gibt es in einem XML-Dokument ein Wurzelelement. Jedes Element kann weitere Elemente enhalten, so dass eine hierarchische Struktur entsteht. Elemente können auch Attribute besitzen. Schauen wir uns einmal ein Beispiel an:

Dies ist ein Ausschnitt aus einer xml-Gutscheindatei von Zanox. Die erste Zeile ist eine Angabe für denTyp des Dokuments, danach folgen dieGutscheine, in diesem Fall ist es nur einer. Die Daten sind fiktiv, die echten Produkt- bzw. Gutscheindaten darf man nicht so veröffentlichen. Aber ich denke, ihr könnt euch jetzt vorstellen, wie eine xml-Produktdatei aussehen kann.

Wie kann man die xml-Daten in einem WordPress Blog darstellen?

Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten. Wer gut php kann und sich auch mit der WordPress-Programmierung auskennt, könnte die Daten beispielsweise per php auslesen und in die Datenbank schreiben, um diese weiterzuverarbeiten und auszugeben.

Eine andere Möglichkeit wäre, die xml-Daten per xsl nach html zu transformieren und diese dann in einem Artikel oder auf einer Seite darzustellen. Und genau das werden wir hier machen. XSL (Extensible Stylesheet Language) ist eine recht einfach gestrickte Sprache, mit der man eine Art von xml-Dokument in eine andere transformieren kann und die Daten auch formatieren kann. Eine gute Anleitung findet man auf selfhtml.org. Ich transformiere jetzt als Beispiel die Gutscheindaten in eine Tabelle, was am Ende so aussehen wird wie auf dieser Gutscheinseite. Dazu habe ich folgende xsl-Datei geschrieben:

Wer ein bisschen HTML kann, versteht denke ich schnell, was ich hier gemacht habe, ansonsten dürft ihr gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Im Moment sind wir so weit, dass wir die xml-Daten nach html transformiert haben und diese nun als Tabelle im Browser ausgeben können. Ein Schritt fehlt noch, und zwar die Ausgabe in einem WordPress Artikel oder auf eine WordPress Seite. Dazu benötigen wir ein bisschen php-Code, den wir dann an der gewünschten Stelle im Theme einfügen:

Jetzt braucht man nur noch regelmäßig die xml-Datei von Zanox oder sonstigen Netzwerken runterladen und auf den Server hochladen und schon sind die Daten wieder aktuell. Das spart eine Menge Zeit. Wer einen Tipp hat, wie man auch den letzten Schritt automatisieren kann, nur her damit. Oder eine ganz andere Lösung ebenfalls.

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